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Erste Anreiseetappe
Die Anreise nach Griechenland ist weit; heute geht es zügig voran, damit die folgenden Tage entspannter werden.
Vignette für Österreich und Brennermaut nicht vergessen.
Lange Etappe — plant Pausen ein.
Hier startet eure Reise. Von Stuttgart geht es über die Alpen Richtung Süden, um die lange Strecke nach Griechenland in ruhigen Etappen zu bewältigen.
Verona ist ein guter erster Zwischenstopp nach der Alpenüberquerung. Am Abend könnt ihr durch die Altstadt zur Arena schlendern und in einer Osteria zu Abend essen. Die Fahrt bleibt heute machbar, auch wenn sie etwas über dem üblichen Tagespensum liegt.
Vorab buchen ist hier oft günstiger
Zweite Anreiseetappe und Fährüberfahrt
Die Nachtfähre ist ideal, um Strecke und Übernachtung zu verbinden.
Für die Rückfahrt am Ende der Reise dieselbe Verbindung gleich mitbuchen.
Lange Etappe — plant Pausen ein.
Von Verona fahrt ihr an die Adriaküste nach Ancona, dem wichtigsten Fährhafen Richtung Griechenland. Von hier bringt euch eine Nachtfähre bequem nach Igoumenitsa, sodass ihr die lange Landstrecke durch den Balkan spart.
Vorab buchen ist hier oft günstiger
Ihr übernachtet an Bord der Fähre in einer Außenkabine. Die Überfahrt dauert rund 15 bis 16 Stunden; ihr könnt an Deck essen, ausruhen und morgens die griechische Küste auftauchen sehen.
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Ankunft und Weg in die Berge
Nach der Fährüberfahrt ist der Tag bewusst ruhig gehalten: Mietwagen, kurzer Stadtbummel, dann früh ins Dorf.
Beim Mietwagen einen Wagen mit etwas Bodenfreiheit wählen, die Bergsträßchen sind teils schmal.
Am Morgen legt die Fähre in Igoumenitsa an. Von hier ist es nur eine kurze Fahrt über die moderne Autobahn Egnatia Odos ins Landesinnere nach Ioannina, wo ihr euren Mietwagen übernehmt.
Ioannina liegt malerisch am Pamvotida-See und ist das Tor zum Zagori. Die osmanische Festung Kastro mit ihren Moscheen und Museen lohnt einen Bummel, und am Seeufer könnt ihr in einer Taverne Süßwasserfisch probieren, bevor es in die Berge geht.
Monodendri ist einer der schönsten Ausgangspunkte für die Vikos-Schlucht. Ihr wohnt in einem traditionellen Steinhaus mit Holzbalken und Kamin, und von der Terrasse blickt ihr über die Dächer des Dorfes. Ein guter Ort, um in Ruhe anzukommen.
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Wandertag am Schluchtrand
Früh starten, um die Mittagshitze in der Schlucht zu vermeiden.
Für den Abstieg genug Wasser mitnehmen, unten gibt es keine Versorgung.
Direkt am Ortsrand von Monodendri klebt das kleine Felskloster Agia Paraskevi spektakulär an der Schluchtwand. Ein schmaler, gesicherter Pfad führt weiter an der Felskante entlang und öffnet erste tiefe Blicke in die Vikos-Schlucht. Ein guter, mittelschwerer Auftakt für den Wandertag.
Vom Belvedere Oxya blickt ihr senkrecht in eine der tiefsten Schluchten der Welt: Fast 1000 Meter fallen die Wände zum Voidomatis hinab. Der Aussichtspunkt ist mit dem Auto und einem kurzen Fußweg erreichbar und bietet einen der berühmtesten Ausblicke des Zagori.
Vom alten Steinpflasterweg unterhalb von Monodendri steigt ihr in die Schlucht hinab und wandert ein Stück auf dem Talgrund. Der Weg ist gut markiert und mittelschwer, und ihr entscheidet je nach Kondition, wie weit ihr geht, bevor ihr denselben Weg zurückkehrt. Wasser und feste Schuhe sind Pflicht.
Alte Saumpfade und Brücken
Die Vradeto-Treppe kann man auch nur teilweise gehen und dann zum Auto zurückkehren.
Der Umzug nach Tsepelovo bringt euch näher an die östlichen Ziele des Zagori.
Die dreibogige Brücke von Kalogeriko, auch Plakida-Brücke genannt, ist das Wahrzeichen der Zagori-Steinbrücken. Ihre geschwungenen Bögen spiegeln sich im Bach und stammen aus dem 19. Jahrhundert. Rund um Kipoi liegen mehrere weitere alte Brücken in Gehweite.
Die Skala Vradetou ist ein jahrhundertealter Steinpfad mit rund 1100 gepflasterten Serpentinenstufen, der einst die einzige Verbindung nach Vradeto war. Der Auf- oder Abstieg ist mittelschwer und führt durch eine grandiose Felslandschaft. Ein kurzer, aber eindrucksvoller Höhepunkt.
Vradeto ist das höchstgelegene Dorf des Zagori und war lange nur über die Treppe erreichbar. Vom nahen Aussichtspunkt Beloi habt ihr einen der schönsten Blicke direkt gegenüber der Vikos-Schlucht und dem Oxya-Felsen. Der Weg zum Beloi ist eine leichte bis mittelschwere Wanderung.
Tsepelovo ist ein lebendiges Steindorf mit schönem Dorfplatz und guten Tavernen, zentral für das östliche Zagori. Ihr übernachtet in einem traditionellen Gästehaus aus Stein mit gemütlichen Zimmern. Am Abend ist der Platz ein guter Ort für ein einfaches Essen unter Platanen.
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Flusslandschaft und Bergwald
Dieser Tag hat mehr Autofahrt als die anderen; die Wege sind kurvig, plant Zeit ein.
Wer es ruhiger mag, kürzt bei den Aoos-Quellen die Wanderung ab und genießt vor allem den See.
Der stille Bergsee der Aoos-Quellen liegt eingebettet zwischen bewaldeten Hängen und ist ein friedlicher Kontrast zu den schroffen Schluchten. Rund um das Ufer und zum nahen Kloster Stomiou führen leichte bis mittelschwere Wanderwege durch alten Wald. Ein guter Ort für ein Picknick am Wasser.
Das abgelegene Dorf Vovousa liegt direkt am jungen Aoos, überspannt von einer eleganten alten Steinbrücke mitten im Ort. Hier fühlt sich das Pindos-Gebirge besonders ursprünglich an, und im Café am Fluss lässt es sich hervorragend rasten. Vovousa ist der östlichste Punkt eurer Zagori-Runde.
Wechsel ins westliche Zagori
Halber Fahrtag, halber Erholungstag: bewusst ruhiger vor der großen Bergwanderung.
Badeschuhe für die Felsbecken und den Voidomatis mitnehmen.
Der Voidomatis gilt als einer der klarsten Flüsse Europas; sein türkisgrünes, eiskaltes Wasser entspringt am Fuß der Vikos-Schlucht. An der alten Steinbrücke bei Aristi könnt ihr am Ufer entlang wandern, die Füße ins Wasser halten oder einfach die Ruhe genießen. Ein erfrischender Kontrast zu den Höhenwegen.
Die Papingo-Dörfer liegen spektakulär unterhalb der weißen Kalksteintürme der Astraka. Ihr wohnt in einem der bekanntesten Steinhäuser des Zagori mit Blick auf die Felswände und gutem Frühstück. Von hier starten am nächsten Tag die Wege zum Drakolimni.
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Oberhalb von Megalo Papingo hat der Bach glatt geschliffene Felsbecken geformt, in denen man im Sommer baden kann. Der kurze Weg dorthin ist leicht und ein schöner Ausklang für den Ankunftstag. Das Wasser ist kühl, aber erfrischend nach einem warmen Tag.
Höhepunkt in den Bergen
Sehr früher Start empfohlen, der Tag ist lang und der Weg konditionell fordernd.
Bei unsicherem Wetter oder Nebel den Aufstieg auf die untere Hochebene begrenzen; oben sind Wetterwechsel möglich.
Wer die volle Tour nicht gehen möchte, bleibt am Voidomatis und macht eine leichte Talwanderung.
Lange Etappe — plant Pausen ein.
Von Mikro Papingo führt ein gut markierter, mittelschwerer bis anspruchsvoller Steig in rund drei bis vier Stunden zum Astraka-Sattel mit seiner Berghütte auf etwa 1950 Metern. Der Aufstieg ist die anstrengendste Wanderung der Reise, belohnt aber mit weiten Blicken über das Tymfi-Massiv. An der Hütte gibt es Erfrischungen und eine Pause.
Der Drachensee liegt auf über 2000 Metern zwischen kahlen Bergrücken und beherbergt seltene Alpenmolche, die der Legende nach die Drachen sein sollen. Vom Astraka-Sattel ist es rund eine Stunde bis zum türkisfarbenen Wasser, das sich bei klarem Himmel spiegelt. Ein unvergesslicher Höhepunkt der Reise.
Rückreise und Abschluss der Rundreise
Die Heimreise ab Ancona ist zu lang für einen Tag; plant realistisch eine weitere Übernachtung in Norditalien ein.
Mietwagen möglichst dort abgeben, wo ihr ihn übernommen habt, um Zusatzgebühren zu vermeiden.
Lange Etappe — plant Pausen ein.
Nach dem Frühstück fahrt ihr aus den Bergen zurück an die Küste, gebt in Ioannina den Mietwagen ab und erreicht den Hafen von Igoumenitsa. Von hier bringt euch die Fähre wieder nach Ancona, sodass ihr die lange Landstrecke vermeidet.
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Auf der Rückfahrt übernachtet ihr erneut in einer Kabine an Bord. Ihr könnt an Deck den letzten Blick auf die griechische Küste genießen und ausgeruht in Ancona ankommen, um die Fahrt Richtung Stuttgart fortzusetzen. Von Ancona sind es noch rund anderthalb Fahrtage bis Stuttgart, die ihr wie auf der Hinfahrt mit einem Zwischenstopp in Norditalien aufteilt.
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Nach der Überfahrt und der Weiterfahrt über Norditalien und den Brenner erreicht ihr wieder Stuttgart. Damit schließt sich eure Rundreise durch das Zagori.
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