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Abfahrt
Kurzer Anreisetag, damit ihr am zweiten Tag ausgeruht die Fähre nehmt.
Hier startet eure Reise. Tankt voll, prüft die Winterausrüstung des Campers und macht euch auf den Weg Richtung Ostsee.
Zentral gelegener Wohnmobilstellplatz am Stadthafen, gut für eine erste kurze Etappe. Von hier erreicht ihr die Fährterminals nach Schweden am nächsten Morgen bequem. Ver- und Entsorgung sowie Strom sind vorhanden.
Überfahrt Ostsee
Die Fähre entspannt den Tag, danach nur eine kurze Fahretappe.
Lange Etappe — plant Pausen ein.
Die TT-Line-Fähre bringt euch in rund sechs Stunden über die Ostsee nach Trelleborg. An Bord gibt es Restaurant und Ruhebereiche, gute Gelegenheit für eine lange Pause vom Steuer.
Vorab buchen ist hier oft günstiger
Ganzjährig geöffneter Campingplatz auf der Halbinsel Stensö, ruhig am Wasser gelegen. Guter Zwischenstopp für die lange Nordfahrt mit beheizten Sanitärgebäuden. Kalmar mit seinem Renaissanceschloss ist einen Abendspaziergang wert.
Fahretappe
Fünf Stunden Fahrt, dafür bleibt der Abend für Stockholm.
Ganzjähriger Campingplatz am Mälarsee im Südwesten Stockholms mit direkter U-Bahn-Anbindung ins Zentrum. Ideal, um mit dem Nahverkehr die winterliche Altstadt Gamla Stan zu erkunden. Beheizte Servicegebäude machen den Winteraufenthalt angenehm.
Stadt und Museen
Ruhetag ohne lange Fahrt, um vor dem hohen Norden Kraft zu tanken.
Das meistbesuchte Museum Skandinaviens zeigt das 1628 gesunkene und geborgene Kriegsschiff Vasa nahezu vollständig erhalten. Ein beeindruckender Innenraum-Ausflug, der gerade im Winter angenehm warm ist. Audioguides auf Deutsch verfügbar.
Vorab buchen ist hier oft günstiger
Die mittelalterliche Altstadt Stockholms mit engen Gassen, dem Königspalast und gemütlichen Cafés. Im Winter besonders stimmungsvoll, wenn Schnee auf den Kopfsteinpflastergassen liegt. Gut zu Fuß und mit der U-Bahn erreichbar.
Fahretappe
Rund fünf Stunden Fahrt, dafür ein spektakuläres Küstengebirge als Belohnung.
Auf halber Strecke bietet sich eine längere Pause entlang der E4 an. Verschneite Wälder und Küstenausblicke begleiten euch auf dem Weg nach Norden.
Basislager am Fuß des Skuleberget in der UNESCO-Weltnaturerbe-Region Höga Kusten. Winterfeste Stellplätze und beheizte Gemeinschaftsräume, ideal für einen Zwischenstopp. Rundherum verschneite Küstenberge und Wanderwege.
Natur und Fahretappe
Vormittags Naturstopp, nachmittags kurze Fahretappe.
Küstennationalpark mit dramatischen Klippen und der berühmten Felsspalte Slåttdalsskrevan. Im Winter kurze, gut markierte Wanderungen im Schnee möglich. Nehmt Grödel oder Spikes mit, die Pfade können vereist sein.
Ganzjährig geöffneter Campingplatz am Nydalasjön nahe Umeå. Guter Halt vor der letzten großen Etappe nach Lappland, mit beheizten Sanitäranlagen. Umeå selbst ist eine lebendige Universitätsstadt mit Cafés und Museen.
Fahretappe in die Arktis
Lange Etappe knapp unter dem 8-Stunden-Limit; startet früh, um vor der Dunkelheit anzukommen.
Hier überquert ihr den nördlichen Polarkreis, markiert durch ein schlichtes Denkmal an der E45. Ein symbolischer Moment auf dem Weg in die echte Arktis. Guter Fotostopp mit Blick auf die verschneite Landschaft.
Winterfester Campingplatz am Luleälven, mit Strom und beheizten Serviceräumen. Jokkmokk ist ein Zentrum der samischen Kultur mit dem sehenswerten Ájtte-Museum. Bei klarem Himmel gute erste Chancen auf Nordlichter.
Museum und Ruhetag
Bewusster Ruhetag nach der langen Fahrt in die Arktis.
Das führende Museum zur Kultur der Sámi und zur Naturgeschichte des schwedischen Fjälls. Eine gute Vorbereitung auf die Region, mit Ausstellungen zu Rentierwirtschaft, Trachten und Landschaft. Warm und ideal für einen ruhigen Wintervormittag.
Fahretappe
Moderate Etappe mit Ankunft am Nachmittag, damit Zeit zum Einrichten bleibt.
Der Hausberg Dundret bietet weite Ausblicke über die winterliche Bergwelt und ist ein bekannter Aussichtspunkt. Kurzer Halt auf dem Weg nach Kiruna zum Beine vertreten. Bei gutem Wetter reicht der Blick über die verschneiten Fjälls.
Winterfestes Ressort mit Stellplätzen, Hütten und Spa am Rand von Kiruna. Ausgangspunkt für Aktivitäten und Nordlichtbeobachtung, mit gutem Restaurant. Der Standort ist ruhig und dennoch nah am Zentrum.
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Stadt und Bergbaugeschichte
Kompakter Stadttag ohne Ortswechsel.
Eine der größten Holzkirchen Schwedens im Stil einer samischen Kåta, seit 2025 an ihren neuen Standort verschoben. Wahrzeichen der Stadt, die wegen der Erzmine Stück für Stück versetzt wird. Interessanter Einblick in die einzigartige Umsiedlung Kirunas.
Geführte Tour in die weltgrößte Untertage-Eisenerzmine, tief unter der Stadt. Ein warmer, spannender Einblick in den Bergbau, der Kirunas Existenz prägt. Buchung über die Touristeninformation nötig.
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Eis und samische Kultur
Erlebnisreicher Tag mit kurzen Fahrten, gut kombinierbar mit Nordlichtern am Abend.
Das weltberühmte Eishotel am Torneälven, jährlich neu aus Eis und Schnee von Künstlern gestaltet. Ihr könnt die Kunst-Suiten und die Eisbar besichtigen und – bei komfortablem Budget – eine Nacht im Eiszimmer erleben. Warme Kleidung und Handschuhe nicht vergessen.
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Bei einem Besuch im samischen Rávttas lernt ihr die Rentierwirtschaft aus erster Hand kennen. Rentierfütterung, eine Fahrt mit dem Rentierschlitten und Erzählungen am Feuer in der Lávvu geben Einblick in das Leben der Sámi. Kleine Gruppen, Anmeldung erforderlich.
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Ankunft im Nordlichtreich
Kurze Etappe, Ankunft mittags, damit der erste Abend für Nordlichter frei ist.
Auf der E10 entlang des riesigen Sees Torneträsk öffnet sich der Blick über die weite, verschneite Winterlandschaft. Der See prägt das Mikroklima des Abisko-Tals, das für seinen oft klaren Himmel berühmt ist. Guter Fotostopp vor der Ankunft.
Die STF-Bergstation am Rand des Abisko-Nationalparks ist der zentrale Ausgangspunkt für Wanderungen und Nordlichttouren. Wintercamper stellen den Bus auf dem zugehörigen Parkplatz ab und nutzen die Infrastruktur der Station. Hier beginnt der Aufstieg zur Aurora Sky Station.
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Polarlichter
Tagsüber Ruhe, abends die Aurora-Tour – das Highlight der Reise.
Das Naturum an der Turiststation informiert über den Nationalpark, seine Flora, Fauna und das besondere Klima. Guter Auftakt, um die Region zu verstehen, bevor ihr auf Touren geht. Kostenlos und wettergeschützt.
Mit dem Sessellift geht es auf den Berg Nuolja zur Aurora Sky Station, einem der besten Orte weltweit für Polarlichtbeobachtung. Oben erwarten euch ein Aussichtsraum, warme Getränke und weiter Blick über den Torneträsk. Warme Overalls werden gestellt.
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Natur und Wandern
Aktiver Wandertag; die Distanzen an Wetter und Tageslicht anpassen, im Februar sind nur wenige Helligkeitsstunden.
Der Startpunkt des berühmten Fernwanderwegs Kungsleden führt durch die tief eingeschnittene Abiskojåkka-Schlucht. Im Winter ein kurzer, gut erreichbarer Rundweg über Brücken mit Blick in die vereiste Schlucht. Ideal für eine Tageswanderung mit Schneeschuhen oder Spikes.
Der grenzüberschreitende Fernwanderweg Nordkalottleden verbindet Schweden, Norwegen und Finnland und berührt die Region um Abisko. Im Winter lässt sich ein Abschnitt als geführte Schneeschuhtour erleben, mit weiten Ausblicken über die arktische Bergwelt. Führung empfohlen, da die Route anspruchsvoll ist.
Bergwelt am See
Ruhiger Tag mit kurzen Fahrten und viel Landschaft.
Der kleine Bergort Björkliden liegt oberhalb des Torneträsk und bietet einige der schönsten Panoramen der Region. Von hier reicht der Blick über den zugefrorenen See bis zu den Bergen der norwegischen Grenze. Ein ruhiger, hochgelegener Ort mit klarem Nachthimmel für Nordlichter.
Das U-förmige Tal Lapporten ist das Wahrzeichen der Region und aus vielen Blickwinkeln um Abisko und Björkliden sichtbar. Ein markantes Naturmonument, das die Kraft der eiszeitlichen Gletscher zeigt. Beliebter Fotomotiv-Punkt bei jedem Wetter.
Huskys und Erholung
Vormittags Huskys, nachmittags Erholung – der letzte volle Tag im hohen Norden.
Bei einer geführten Hundeschlittentour lenkt ihr euer eigenes Gespann durch die verschneite Landschaft rund um Abisko. Ein intensives arktisches Erlebnis mit einer Pause am Lagerfeuer. Warme Kleidung und feste Handschuhe sind wichtig.
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Kebnekaise-Tor und Rückreisestart
Ausflug zum Kebnekaise-Tor, Nikkaluokta ist im Winter nur bis zum Dorf befahrbar.
Das kleine samische Dorf Nikkaluokta ist das Tor zum höchsten Berg Schwedens, dem Kebnekaise. Im Winter ein stiller Ort inmitten weiter Fjällandschaft, mit kurzen Spaziergängen in die Umgebung. Die Sackgassenstraße endet hier an der Grenze zur Wildnis.
Übernachtung in Kiruna als komfortabler Abschluss der Reise, mit Spa und Restaurant zum Entspannen. Von hier ist die Rückfahrt nach Süden am nächsten Tag gut möglich. Letzte Nordlichtchance vor dem Abschied.
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Reiseende in Lappland
Reiseziel erreicht: Die Tour endet in Schwedisch-Lappland. Für die Heimfahrt genügend Puffertage und mehrere Etappen einplanen, da die Rückstrecke ähnlich lang ist wie die Anreise.
Der letzte Tag klingt in Kiruna aus, bevor eure Reise hier im arktischen Lappland endet. Nutzt den Vormittag für einen letzten Bummel durch die Stadt, letzte Fotos oder einen Kaffee. Wer weiterfährt, plant die lange Rücketappe nach Süden neu und in Ruhe.
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