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Anreise und Ankommen
Rund vier Stunden Fahrt, damit bleibt der Nachmittag zum Ankommen und für einen ersten Strandspaziergang.
Hier startet eure Reise. Von Stettin geht es nach Nordosten in Richtung Ostseeküste.
Kleiner Küstencampingplatz in Łeba, ruhig gelegen mit kurzem Weg zum breiten Ostseestrand. Ein guter Zwischenstopp, um die lange Anfahrt zu teilen und schon am ersten Abend die Ostsee zu spüren. Als Vorgeschmack lohnt der nahe Słowiński-Nationalpark mit seinen Wanderdünen.
Natur und Wanderdünen
Ein reiner Naturtag ohne Ortswechsel, ganz im entspannten Tempo.
Festes Schuhwerk für den sandigen Weg zur Düne mitnehmen.
Der Słowiński-Nationalpark schützt die größten Wanderdünen Europas, die sich langsam über den Wald schieben. Vom Parkplatz Rąbka geht es zu Fuß oder mit dem E-Bahn-Shuttle zur eindrucksvollen Düne Łącka. Ein guter Einstieg in das Dünenthema, das später auf der Kurischen Nehrung wiederkehrt.
Etappe an die Ostseeküste
Die längste Etappe der Reise, rund fünf Stunden reine Fahrzeit. Plane genug Pausen und beachte, dass die Transitroute das Kaliningrader Gebiet umfährt.
Von Łeba geht es weiter nach Norden in Richtung litauische Grenze und Ostseeküste.
Waldreicher Küstencampingplatz im Stadtteil Giruliai nördlich von Klaipeda, nur wenige Minuten vom Strand entfernt. Ein ruhiger Standort, um am nächsten Tag die Fähre zur Nehrung zu nehmen. Von hier lässt sich auch die Bernsteinbucht bei Karklė leicht erreichen.
Stadt, Hafen und Museum
Für das Meeresmuseum die Personenfähre nach Smiltynė nutzen, das Auto bleibt in Klaipeda stehen.
Der Nachmittag bleibt frei zum Bummeln oder für einen Strandspaziergang bei Giruliai.
Klaipeda, das frühere Memel, hat eine sehenswerte Altstadt mit Fachwerkhäusern, Speichern und kleinen Skulpturen an vielen Ecken. Der alte Markt und die Uferpromenade an der Dane laden zum Bummeln ein. Ein guter Auftakt, bevor es auf die Nehrung geht.
Das Litauische Meeresmuseum liegt in einer alten Festung auf der Landspitze Smiltynė, erreichbar mit der kurzen Personenfähre. Aquarien, Ostseefische, Robben und Pinguine machen den Besuch abwechslungsreich. Ein Höhepunkt für alle, die Meer und Natur mögen.
Ankunft im Nationalpark
Auf der Nehrung gilt eine Umweltabgabe für Fahrzeuge, die man online oder vor Ort löst.
Am Nachmittag entspannt in Nida ankommen und aufbauen.
Von Klaipeda geht es mit der Autofähre auf die Kurische Nehrung und weiter nach Nida.
Ein bewaldeter Dünenhügel mit einem Freilichtpfad voller Holzskulpturen aus litauischen Sagen und Märchen. Der schattige Rundweg ist kurzweilig und führt durch stimmungsvollen Kiefernwald. Ein guter erster Halt auf der Nehrung.
Gepflegter Campingplatz am Rand von Nida, umgeben von Kiefernwald und in Reichweite von Haff und Dünen. Ein guter Standort für mehrere Nächte, um die Nehrung in Ruhe zu erkunden. Ideal für das Dachzelt und für Naturfreunde.
Vorab buchen ist hier oft günstiger
Dünen, Kultur und Aussicht
Ein ruhiger Tag rund um Nida, alles in kurzer Reichweite und gut zu Fuß zu verbinden.
Für die Hohe Düne früh oder spät am Tag ist das Licht am schönsten.
Die Parnidis-Düne erhebt sich mächtig über Haff und Wald und bietet einen weiten Blick bis zur russischen Grenze. Ein Bohlenweg schützt den Sand und führt bequem hinauf. Der stille Sandberg gehört zu den eindrucksvollsten Orten der Nehrung.
Auf dem Kamm der Parnidis-Düne steht eine große Sonnenuhr mit steinernem Obelisken und Kalendermarkierungen. Der Aussichtspunkt gehört zum Dünenweg und lohnt vor allem im weichen Abendlicht. Von hier reicht der Blick über die gesamte Landzunge.
Das reetgedeckte Sommerhaus, in dem Thomas Mann Anfang der 1930er Jahre mehrere Sommer verbrachte, ist heute ein kleines Museum und Kulturzentrum. Vom Garten öffnet sich ein schöner Blick über das Kurische Haff. Ein ruhiger Ort, der Literatur und Landschaft verbindet.
Vogelzug und stille Landschaften
Die Vogelwarte liegt am Festland-Ostufer des Haffs, die Anfahrt ist länger als sie auf der Karte scheint. Plane den Tag ohne Hektik und beobachte den Vogelzug in Ruhe.
Für Vogelbeobachter lohnt ein Fernglas.
Im Naturreservat Nagliai schoben die Wanderdünen einst ganze Wälder unter sich, deren abgestorbene Baumreste heute wieder aus dem Sand ragen. Ein Bohlenweg führt durch diese kahle, fast wüstenhafte Landschaft. Ein stiller, ungewöhnlicher Ort auf dem Weg nach Norden.
Am Kap Ventės Ragas am Ostufer des Kurischen Haffs liegt eine der ältesten Vogelwarten Europas, wo im Herbst zehntausende Zugvögel beringt werden. Der September ist Hauptzeit des Vogelzugs, ideal zum Beobachten. Ein kleines Museum und der Leuchtturm runden den Besuch ab.
Bernstein und Meer
Bernstein findet man am ehesten nach Wind aus West bis Nordwest, oft in den Tanghaufen am Spülsaum.
Ein entspannter letzter Tag am Meer als Abschluss der Reise.
Von Nida geht es mit der Fähre zurück aufs Festland und weiter zur Bernsteinküste bei Karklė.
Der naturbelassene Küstenabschnitt bei Karklė gehört zum Regionalpark Pajūris und ist bekannt für Bernstein, der nach Herbststürmen am Strand angespült wird. Wilde Dünen, Kiefernwald und stille Strände prägen die Landschaft. Ein schöner Abschluss zum Suchen und Spazieren.
Abschlussnacht am waldreichen Küstenplatz in Giruliai, nur wenige Minuten von der Bernsteinküste und dem Strand entfernt. Ein ruhiger Ort, um die Reise am Meer ausklingen zu lassen.
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