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Anreise durch Norddeutschland und die Niederlande
Erste Etappe rein zur Streckenbewältigung, kein Sightseeing nötig.
Tankstopp und Vorräte am besten noch in Deutschland erledigen.
Hier startet eure Reise. Vom Norden Deutschlands geht es zunächst gen Westen in die Niederlande.
Ruhiger, familiär geführter Campingplatz östlich von Utrecht, ideal als erster Zwischenstopp nach rund vier Stunden Fahrt. Gepflegte Stellplätze und ein guter Ausgangspunkt, um am nächsten Morgen entspannt weiterzufahren.
Durch Belgien nach Nordfrankreich
Fähre oder Eurotunnel für den nächsten Morgen buchen, falls noch nicht geschehen.
Frühe Überfahrten sind meist günstiger und ruhiger.
Einfacher Stellplatz nahe Strand und Fährhafen, praktisch für eine frühe Überfahrt am nächsten Morgen. Von hier lässt sich der weitläufige Sandstrand von Calais mit Blick auf die Kanalschiffe erlaufen.
Kanalüberfahrt und erste Nacht an der Jurassic Coast
Erster Tag im Linksverkehr - plant großzügig Zeit ein und meidet zunächst enge Ortsdurchfahrten.
Auf britischen Landstraßen sind Passing Places wichtig: mit großem Fahrzeug früh anhalten und Gegenverkehr durchlassen.
Der Eurotunnel ist für ein großes Wohnmobil die entspannteste Kanalquerung: kein Rangieren an Bord, kein Seegang, nur rund 35 Minuten Fahrt durchs Autozug-Shuttle. Ihr bleibt die ganze Zeit im Fahrzeug.
Vorab buchen ist hier oft günstiger
Weitläufiger, ruhiger Campingplatz in der Wald- und Heidelandschaft von Wareham Forest, guter Ausgangspunkt für die östliche Jurassic Coast. Von hier erreicht ihr Corfe Castle, Old Harry Rocks und Kimmeridge in kurzen Tagesausflügen.
Vorab buchen ist hier oft günstiger
Burgruine und die ersten Kreidefelsen
Entspannter Tag mit kurzen Fahrten und einer leichten Küstenwanderung.
Feste Schuhe für den Klippenweg zu Old Harry Rocks - der Rand ist ungesichert, unbedingt Abstand halten.
Dramatische Burgruine des National Trust, die auf einem Hügel über dem gleichnamigen Dorf thront und im Bürgerkrieg geschleift wurde. Der Aufstieg lohnt sich für die Rundumblicke über die Purbeck Hills. Mit dem großen Wohnmobil den National-Trust-Parkplatz am Ortsrand nutzen, das Dorf selbst ist eng.
Markante weiße Kreidenadeln am östlichen Ende der Jurassic Coast, erreichbar über eine leichte Küstenwanderung von rund einer Stunde ab Studland. Vom Klippenrand blickt ihr auf die Isle of Wight und das türkise Wasser darunter. Parken auf dem National-Trust-Parkplatz in Studland, von dort zu Fuß.
Wilde Buchten und Fossilien
Gezeitenkalender beachten: Kimmeridge Bay lohnt sich besonders bei Ebbe.
Der Weg nach West Lulworth ist kurvig - genug Zeit einplanen und vor Dämmerung ankommen.
Ruhige, dunkle Schieferbucht mit Felsplatten voller Fossilien und Gezeitentümpeln, weitab vom Trubel. Bei Ebbe könnt ihr über die Wellenbrecher-Terrassen laufen; das kleine Etches Collection Museum im Dorf zeigt spektakuläre Fossilienfunde der Küste. Die Zufahrt ist eine private Mautstraße, für Wohnmobile aber befahrbar.
Campingplatz oberhalb der Küste, von dem ihr direkt zu Fuß zu Durdle Door und Lulworth Cove absteigen könnt. Ideale Basis für zwei der wichtigsten Ziele der Jurassic Coast ohne weitere Autofahrt. Die Lage ist windexponiert, aber die Aussichten sind grandios.
Vorab buchen ist hier oft günstiger
Die berühmtesten Felsbögen der Jurassic Coast
Kompletter Wandertag ohne Autofahrt - schont die Nerven im Linksverkehr.
Der Küstenweg hat spürbare Höhenmeter; genug Wasser und Zeit mitnehmen.
Der ikonische Kalkstein-Felsbogen ragt aus dem Meer und ist eines der meistfotografierten Naturwahrzeichen Englands. Vom Campingplatz führt ein steiler Pfad hinab zum Strand; oben auf dem Klippenweg habt ihr den klassischen Bilderblick. Der Abstieg zum Strand ist fordernd, aber lohnend.
Nahezu kreisrunde Bucht, die durch die unterschiedliche Härte der Gesteinsschichten geformt wurde - ein Lehrbuchbeispiel für Küstengeologie. Das Heritage Centre erklärt die Entstehung, und ein kurzer Küstenweg verbindet die Cove mit Durdle Door. Ruhiges Wasser, gut zum Verweilen.
Der endlose Kiesstrand
Baden am Chesil Beach ist wegen starker Strömung heikel - Warnhinweise beachten.
Weymouth-Zentrum liegt eng; das Wohnmobil am Rand lassen und zu Fuß oder per Bus in die Stadt.
Ein rund 29 Kilometer langer Kieswall, der die Lagune The Fleet vom offenen Meer trennt - eine der eindrucksvollsten Küstenformen Europas. Das Chesil Beach Visitor Centre am Übergang nach Portland erklärt das Naturphänomen und die Vogelwelt der Lagune. Die schiere Weite des Strandes ist beeindruckend.
Ruhig gelegener Campingplatz auf einem Hügel mit Blick über Chesil Beach und die Küste bei Weymouth. Gute Basis für den langen Kiesstrand und einen Bummel durch das georgianische Seebad Weymouth. Ins Zentrum von Weymouth fahrt ihr besser mit dem Bus vom Ortsrand.
Vorab buchen ist hier oft günstiger
Rote Klippen und Fossilienküste
Fossiliensuche am besten nach Sturm oder bei Ebbe an der Basis der Klippen - niemals unter überhängenden Klippen aufhalten.
Westlichster Punkt der Reise; ab morgen geht es wieder ostwärts.
Mit 191 Metern die höchste Klippe an der englischen Südküste, benannt nach dem goldenen Sandstein an ihrer Spitze. Der Aufstieg vom National-Trust-Parkplatz belohnt mit einem weiten Panorama über die gesamte Jurassic Coast. Ein lohnender, aber schweißtreibender Wanderstopp.
Charmantes Küstenstädtchen, berühmt für seinen historischen Hafendamm The Cobb und die fossilienreichen Klippen ringsum, an denen einst Mary Anning grub. Am Strand könnt ihr selbst nach Ammoniten suchen. Enge Gassen und steile Straßen - mit dem Wohnmobil auf dem Parkplatz oberhalb der Stadt halten.
Campingplatz auf einer Klippe bei Eype mit direktem Zugang zum South West Coast Path und Meerblick. Ruhige Lage zwischen Bridport und der westlichen Jurassic Coast, gute Basis für Golden Cap und Lyme Regis. Ordentliche Ausstattung mit Blick aufs Meer.
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Fahrtag Richtung South Downs
Längster Fahrtag der Reise - früh starten und Pausen einlegen.
Die A27 kann um Chichester und Worthing zäh sein; Stoßzeiten meiden.
Campingplatz am Fluss Arun unweit von Arundel mit seiner mächtigen Burg. Guter Zwischenstopp auf dem Weg nach Sussex und Basis, um das Städtchen Arundel und die South Downs zu erkunden. Ruhige Wiesenlage am Wasser.
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Burg, Seebad und der Palace Pier
Brighton ist städtisch und eng - das große Fahrzeug am Rand lassen und öffentlich ins Zentrum.
Wer die Burg ausführlich besichtigt, sollte Brighton nur kurz besuchen; sonst wird der Tag voll.
Imposante, bewohnte Burg mit über tausendjähriger Geschichte, prächtigen Gärten und Blick über das Arun-Tal. Der Bergfried und die Staatsräume lassen sich besichtigen, die Gärten sind besonders im Spätsommer sehenswert. Ein Höhepunkt für alle, die Burgen und Geschichte mögen.
Vorab buchen ist hier oft günstiger
Der klassische viktorianische Vergnügungspier ragt weit ins Meer und ist mit Fahrgeschäften, Spielhallen und Imbissbuden das lebhafte Herz des Seebads Brighton. Ein bunter Kontrast zu den einsamen Klippen der Reise. Mit dem Wohnmobil unbedingt am Stadtrand parken - Brightons Zentrum und Parkhäuser sind für große Fahrzeuge ungeeignet.
Umzug zur ikonischen Kreideküste
Der Weg von Exceat zum Strand ist eben und familientauglich, etwa 45 Minuten pro Richtung.
Für das klassische Postkartenmotiv der Seven Sisters bis Cuckmere Haven laufen.
Die Seven Sisters sind eine Kette leuchtend weißer Kreidefelsen, die sich in sanften Wellen entlang der Küste ziehen - vielleicht das schönste Küstenbild Englands. Vom Seven Sisters Country Park in Exceat führt ein ebener Weg entlang des Cuckmere-Flusses zum Strand von Cuckmere Haven mit dem klassischen Blick auf die Felsen. Der Country Park hat einen großen Parkplatz, der auch fürs Wohnmobil passt.
Ruhiger, familiär geführter Campingplatz auf einem Bauernhof bei Pevensey, gute Basis für die Seven Sisters, Beachy Head und Birling Gap. Angenehm abseits vom Trubel und dennoch schnell an der Küste. Idealer Standort für die letzten Tage an den Kreidefelsen.
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Die höchsten Kreidefelsen Englands
Wer mag, wandert von Birling Gap über die Seven Sisters bis Cuckmere Haven - eine der schönsten Etappen des South West Coast Path in Sussex.
Die Klippen erodieren stark; Warnschilder ernst nehmen und weit vom Rand bleiben.
Mit rund 162 Metern die höchste Kreideklippe Großbritanniens, mit dem markanten rot-weißen Leuchtturm tief unten am Wasser. Der Blick über die Steilküste ist atemberaubend, der Klippenrand aber ungesichert und windig - unbedingt Abstand halten. Ein weiter Parkplatz oben eignet sich auch fürs Wohnmobil.
Am Fuß der Seven Sisters gelegen, mit einer Metalltreppe hinunter zum Kiesstrand und einem Café des National Trust auf der Klippe. Von hier aus laufen viele die Küstenwanderung über die Kreidefelsen der Seven Sisters. Ein guter Ort, um die Felsen aus der Nähe und von unten zu erleben.
Ostwärts nach Folkestone und über den Kanal
Genug Zeitpuffer am Terminal einplanen, mindestens 45-60 Minuten vor Abfahrt eintreffen.
Brügge ist ein schöner Abschluss vor der letzten langen Heimetappe.
Lange Etappe — plant Pausen ein.
Rückfahrt über den Eurotunnel auf den Kontinent, wieder als entspannte Autozug-Passage ohne Seegang. Ihr bleibt im Fahrzeug und seid in gut 35 Minuten in Frankreich.
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Ganzjährig geöffneter Campingplatz am Stadtrand von Brügge, mit Bus- und Radverbindung ins historische Zentrum. Angenehmer Zwischenstopp auf der Rückreise, um noch eine der schönsten Altstädte Flanderns zu sehen. Ins Zentrum fährt man besser mit dem Bus als mit dem Wohnmobil.
Letzte Etappe durch die Niederlande und Norddeutschland
Diese Etappe überschreitet das übliche Vier-Stunden-Ziel - startet früh und legt regelmäßige Pausen ein.
Alternativ die Rückfahrt entzerren und eine zusätzliche Nacht bei Osnabrück oder Bremen einlegen.
Lange Etappe — plant Pausen ein.
Ankunft zu Hause in Hamburg nach zwei Wochen an der englischen Südküste. Die Kreidefelsen von Dorset bis Sussex habt ihr euch verdient.
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