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Anreise
Langer Anreisetag mit Umstiegen: nicht zu knappe Verbindungen wählen und Zeit fürs Ein- und Ausladen der Räder einplanen.
Vorräte und Fahrradkarten am besten schon in Hannover besorgen.
Hier startet eure Reise. Mit gepackten Rädern und Fahrradkarten geht es in die Regional- und Fernzüge Richtung Niederlande.
Familienfreundlicher Campingplatz direkt hinter dem Deich am Wattenmeer, nur wenige Radminuten vom Fährhafen entfernt. Es gibt einen Spielplatz, flachen Strandzugang und einen ruhigen Ausblick auf die Bucht. Gute Basis für die Überfahrt am nächsten Morgen.
Vorab buchen ist hier oft günstiger
Ankommen am Wattenmeer
Kurzer, entspannter Tag zum Ankommen und Auftanken nach der langen Bahnfahrt.
Der historische Hafen von Harlingen ist Ausgangspunkt der Fähren zu Terschelling und Vlieland und ein lebendiger Ort mit alten Segelschiffen und Backsteinhäusern. Ihr könnt am Kai die Boote beobachten und durch die autoarme Altstadt schlendern. Für Kinder ist das Treiben rund um die Fähranleger spannend.
Der Deichweg südlich des Hafens lädt zu einer kurzen, flachen Radrunde mit weitem Blick über das Wattenmeer ein. Bei Ebbe zeigt sich der Meeresgrund und Vögel staksen durchs Watt. Ein entspannter Einrolltag ohne Gepäck.
Überfahrt auf die erste Insel
Fähre morgens nehmen, damit noch Zeit für die Radetappe zum Platz bleibt.
Auf Terschelling gibt es kaum Steigungen, ideal für die Kinder.
Von Harlingen setzt die Rederij Doeksen mit den Fähren nach Terschelling über. Die Räder kommen einfach mit an Bord. Die Überfahrt dauert je nach Schiff rund zwei Stunden.
Der Hauptort der Insel schmiegt sich um den markanten Leuchtturm Brandaris und den kleinen Hafen. Von hier aus starten viele Radrouten über die flache Insel. Ein guter Ort für einen ersten Bummel und Eis am Hafen.
Ruhig gelegener Naturcampingplatz mitten auf der Insel, umgeben von Dünen und Wald und mit sicherer Radabstellmöglichkeit. Kurze, flache Wege führen zum breiten Nordseestrand. Ein familienfreundlicher Platz mit viel Auslauf für die Kinder.
Vorab buchen ist hier oft günstiger
Breite Strände
Erholungstag am Strand, viel Zeit zum Spielen und Baden.
Sonnenschutz und Wind bedenken, an der Küste kühlt es schnell ab.
Ein weiter, sanft abfallender Sandstrand mit flachem Wasser, ideal zum Baden und Sandburgenbauen. Über gut ausgebaute Radwege durch die Dünen erreichbar. Perfekt für einen ganzen Strandtag mit der Familie.
Wildes Wattenmeer
Ganztägige, aber flache Radrunde von rund 28 km durch den wilden Osten der Insel.
Fernglas mitnehmen, die Vogelwelt ist beeindruckend.
Das östlichste Dorf Terschellings mit typischen Reetdachhäusern ist der Ausgangspunkt zur Boschplaat. Hier endet die asphaltierte Welt und die Wildnis beginnt. Ein guter Ort für eine Rast vor der Weiterfahrt.
Das weitläufige Naturschutzgebiet am Ostende der Insel ist ein einziges Wechselspiel aus Salzwiesen, Dünen und weitem Strand und eines der wichtigsten Vogelbrutgebiete der Niederlande. Über flache Radwege und Wanderpfade lässt sich die Ruhe genießen. Im Sommer sind Teile wegen der Brutvögel gesperrt, doch der weite Blick bleibt.
Inselwechsel
Fähre und rund 28 km Radweg entlang der Küste ergeben einen vollen Tag. Fährzeit passend zur Ankunft wählen.
Der Radweg am Deich ist flach, aber bei Gegenwind anstrengend. Genug Pausen einplanen.
Vom Hafen West-Terschelling geht die Fähre zurück nach Harlingen. Die Räder kommen wieder mit an Bord.
Kleiner, ruhiger Campingplatz nahe dem Fährhafen Holwerd, von dem die Ameland-Fähre ablegt. So beginnt der nächste Tag ohne lange Anfahrt. Fahrradfreundlich und familientauglich mit einfachem Zugang zum Deich.
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Ankommen auf Ameland
Auf Ameland bleibt ihr vier Nächte an einem Ort, das nimmt Tempo raus.
Vom Platz aus lässt sich die ganze Insel bequem mit dem Rad erschließen.
Von Holwerd setzt die Reederei Wagenborg nach Ameland über. Die Räder werden einfach mit an Bord genommen. Die Überfahrt dauert rund 45 Minuten quer durchs Wattenmeer.
Das gemütliche Hauptdorf von Ameland mit kopfsteingepflasterten Gassen, Cafés und alten Kapitänshäusern liegt direkt am Wattenmeer. Von hier gehen die Radwege in alle Himmelsrichtungen. Ein idealer Startpunkt, um die Insel kennenzulernen.
Direkt hinter dem Deich bei Nes beginnt das Wattenmeer, UNESCO-Weltnaturerbe und Lebensraum für unzählige Vögel, Krebse und Muscheln. Bei Ebbe könnt ihr vom Deich aus die weite Schlickfläche überblicken. Ein guter Vorgeschmack auf die geplante Wattwanderung.
Familienfreundlicher Campingplatz nahe Buren mit Schwimmbad, Spielplatz und kurzem, flachem Radweg zum Strand. Ruhige Lage in den Dünen mit sicherer Radabstellmöglichkeit. Gute Basis für die kommenden Tage auf Ameland.
Vorab buchen ist hier oft günstiger
Der Westen von Ameland
Rund 19 km flaches Radeln mit vielen Stopps, gut aufteilbar über den Tag.
Öffnungszeiten des Leuchtturms vorab prüfen, im Sommer teils mit Zeitfenstern.
Der markante rote Leuchtturm bei Hollum ist das Wahrzeichen von Ameland und kann bestiegen werden. Von der Aussichtsplattform reicht der Blick über die ganze Insel, das Wattenmeer und die Nordsee. Für Kinder ist der Aufstieg über die vielen Stufen ein kleines Abenteuer.
Das westlichste Dorf Amelands beeindruckt mit weiß-grünen Kapitänshäusern und dem historischen Rettungsboothaus. Hier wird noch heute die Pferderettungsboot-Vorführung geübt, ein besonderes Erlebnis. Ein ruhiger, malerischer Ort für einen Bummel.
Breiter, flacher Nordseestrand am Westende der Insel mit viel Platz zum Baden und Spielen. Über einen kurzen Dünenweg vom Leuchtturm aus erreichbar. Ideal für eine ausgedehnte Strandpause.
Watt und Robben
Der Zeitplan richtet sich nach den Gezeiten, deshalb die Wattwanderung als Fixpunkt setzen.
Nach dem Watt gibt es am Museum Duschmöglichkeiten und trockene Kleidung nicht vergessen.
Mit einem erfahrenen Wattführer geht es barfuß hinaus in den Schlick des Wattenmeers, wo Wattwürmer, Muscheln und Krebse zu entdecken sind. Die Kinder dürfen im Matsch waten und lernen viel über Ebbe und Flut. Nur mit Führung, da Gezeiten und Priele gefährlich sein können.
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Das Naturkundemuseum in Nes zeigt die Tier- und Pflanzenwelt der Insel und des Wattenmeers mit Aquarien und einem Nachbau des Meeresbodens. Kinder können vieles anfassen und ausprobieren. Ein guter Regen- oder Ruhepunkt und ideale Ergänzung zur Wattwanderung.
Robben und Abschied
Entspannter letzter Tag mit dem Robben-Highlight und Zeit zum Abschiednehmen.
Für die Heimreise am Folgetag: Fähre Ameland nach Holwerd, dann per Bahn ab Leeuwarden zurück nach Hannover, Fahrradstellplätze im Zug rechtzeitig reservieren.
Vom Hafen bei Nes startet die Bootsfahrt zu den Sandbänken im Wattenmeer, auf denen sich bei Ebbe zahlreiche Seehunde sonnen. Vom Boot aus lassen sich die Tiere aus sicherer Entfernung beobachten. Ein Höhepunkt für die Kinder und ein ruhiger Abschluss der Inselreise.
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Letzter Bummel durch das Hauptdorf mit einem Eis oder einer Kleinigkeit, bevor es zur Fähre geht. Von hier legt das Boot zurück aufs Festland ab.
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