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Ankommen und erster Abend in der Baixa
Die reine Bahnanreise Berlin - Lissabon ist sehr lang. Wenn ihr entspannt reisen wollt, plant eine Zwischennacht unterwegs ein.
Erster Abend ruhig halten: nur ankommen, einchecken und in der Baixa etwas essen.
Lange Etappe — plant Pausen ein.
Hier startet eure Reise. Da Fliegen für euch nicht in Frage kommt, plant ihr die Anreise nach Lissabon über die Schiene ein.
Zentrales Hotel direkt am Rossio-Platz in der Baixa, fußläufig zu Bahnhof Rossio und den Tram-Linien. Ideal als Basis für alle Tagestouren, da von hier Züge nach Sintra und Cascais starten.
Vorab buchen ist hier oft günstiger
Zeitalter der Entdeckungen
Jerónimos und Torre de Belém am besten früh angehen, gegen Mittag wird es voller.
Tickets für Kloster und Turm vorab online kaufen spart viel Wartezeit.
Das prachtvolle Hieronymitenkloster im manuelinischen Stil ist UNESCO-Welterbe und eines der eindrucksvollsten Bauwerke Portugals. Der reich verzierte Kreuzgang und die Grabmäler von Vasco da Gama und Luís de Camões erzählen von der großen Seefahrerzeit.
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Die berühmteste Konditorei der Stadt backt die originalen Pastéis de Belém nach einem Geheimrezept seit 1837. Warm mit Zimt und Puderzucker sind sie ein Pflichtstopp, auch wenn Schlange steht - es geht meist schnell.
Der wehrhafte Wachturm am Tejo-Ufer stammt aus dem frühen 16. Jahrhundert und war einst Ausgangspunkt der Entdeckungsfahrten. Von der Aussichtsplattform habt ihr einen weiten Blick über den Fluss, die schmalen Wendeltreppen sind ein kleines Abenteuer.
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Das segelförmige Denkmal der Entdeckungen erinnert an die Seefahrer Portugals. Mit dem Aufzug geht es hinauf zur Aussichtsterrasse mit Blick auf das riesige Mosaik-Kompass-Pflaster davor.
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Altes Lissabon zu Fuß
Die Alfama ist hügelig und gepflastert, bequeme Schuhe sind wichtig.
Für den Elevador de Santa Justa lohnt sich der frühe Besuch, später bilden sich lange Schlangen.
Der neugotische Aufzug aus Gusseisen von 1902 verbindet die tiefer liegende Baixa mit dem Chiado. Von der Aussichtsplattform oben schaut ihr über die Dächer der Altstadt bis zur Burg. Früh am Morgen ist die Schlange am kürzesten.
Die maurische Burg thront hoch über der Stadt und bietet den weitesten Blick über Lissabon und den Tejo. Auf den Wehrgängen und zwischen den Türmen lässt sich die Geschichte der Stadt gut erwandern.
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Das älteste Viertel Lissabons ist ein Labyrinth aus engen Gassen, Treppen und Fado-Kneipen. Hier lohnt es sich, einfach zu bummeln, an den Aussichtspunkten Miradouro das Portas do Sol und Santa Luzia zu pausieren und mittags in einer kleinen Tasca einzukehren.
Die romanische Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert ist die älteste Kirche der Stadt und hat Erdbeben und Jahrhunderte überstanden. Der wuchtige Bau mit den beiden Glockentürmen liegt direkt am Weg der Tram 28.
Märchenschlösser im Grünen
Zu euren Menschenmassen-Sorgen: Fahrt an einem Wochentag und startet so früh wie möglich, am besten mit dem ersten Zug gegen 8 Uhr. Der Palácio da Pena ist morgens vor 10 Uhr deutlich ruhiger als am Nachmittag; späte Vormittage und Wochenenden sind am vollsten.
Das gute Zeitfenster-Ticket für die Pena am frühen Morgen vorab buchen.
Sintra ist hügelig; für Pena und Regaleira an einem Tag braucht ihr Ausdauer. Nutzt die Busse zwischen den Sehenswürdigkeiten.
Der bunte Romantik-Palast auf einem Hügel über Sintra ist mit seinen Türmen, Zinnen und Farben eines der spektakulärsten Schlösser Europas. Der umgebende Parque da Pena mit exotischen Pflanzen lädt zum Streifen ein.
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Ein verwunschenes Anwesen mit Palast, Grotten, Türmchen und dem berühmten Initiationsbrunnen, einer spiralförmigen Treppe tief in die Erde. Der geheimnisvolle Park mit Tunneln und Wasserfällen ist ein Erlebnis zum Entdecken.
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Das historische Zentrum von Sintra mit dem Nationalpalast, kleinen Läden und Cafés. Probiert die lokalen Spezialitäten Travesseiros und Queijadas, bevor ihr den Zug zurück nehmt.
Atlantik und der westlichste Punkt Europas
Der Abstecher zur Praia da Ursa ist optional und nur für Trittsichere. Ohne feste Schuhe oder bei schlechtem Wetter lieber weglassen und mehr Zeit in Cascais verbringen.
Am Cabo da Roca ist es fast immer windig und kühler als in der Stadt, nehmt eine Jacke mit.
Die Buslinie 403 kann voll sein; plant etwas Puffer für die Anschlüsse ein.
Lange Etappe — plant Pausen ein.
Der westlichste Punkt des europäischen Festlands, wo steile Klippen 140 Meter senkrecht in den Atlantik abfallen. Ein Leuchtturm und ein Denkmal markieren die Stelle, der Wind und die Weite sind eindrucksvoll.
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Ein wilder, abgelegener Strand mit dramatischen Felsnadeln im Wasser, der zu Fuß über einen steilen Pfad erreichbar ist. Der Blick von oben ist schon lohnend; der Abstieg ist anspruchsvoll und nur mit festem Schuhwerk und Vorsicht zu empfehlen.
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Der elegante Küstenort war einst Sommerresidenz des portugiesischen Königshauses und hat heute eine hübsche Altstadt, kleine Buchten und eine belebte Uferpromenade. Beim Boca do Inferno bricht sich die Brandung spektakulär an den Klippen.
Stille Klosterwelt und letzter Blick auf Lissabon
Der Convento dos Capuchos ist der schwierigst erreichbare Ort ohne Auto. Wenn euch die Anbindung zu umständlich ist, tauscht ihn gegen einen entspannten letzten Tag komplett in Lissabon.
Falls ihr den Capuchos-Ausflug weglasst, bleibt mehr Zeit für Markt, Baixa und ein Wiedersehen mit einem Lieblingsplatz.
Die Bahn-Rückreise nach Berlin ist lang; bucht Sitzplätze und Nachtzug-Abschnitte rechtzeitig.
Ein bescheidenes Franziskanerkloster aus dem 16. Jahrhundert, dessen winzige Zellen mit Kork ausgekleidet sind und das tief im Wald der Serra de Sintra liegt. Die karge Einfachheit und die moosbewachsenen Felsen machen es zu einem stillen, ganz anderen Kontrast zu den Prunkpalästen.
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Die große Markthalle am Cais do Sodré versammelt Stände bekannter portugiesischer Köche und traditioneller Gerichte unter einem Dach. Ein guter Ort für ein letztes gemeinsames Essen mit Auswahl von Fisch bis Pastéis.
Ein letzter Bummel durch die Baixa mit ihren geometrischen Wellenmosaiken, dem Rossio-Platz und den Souvenirläden. Zeit für ein letztes Bica-Kaffeechen, bevor die Heimreise beginnt.
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