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Auf dem Weg ins Baltikum
Langer Anreisetag ohne festes Programm in Riga.
Fernbustickets für die Strecke Berlin–Riga früh reservieren.
Lange Etappe — plant Pausen ein.
Hier startet eure Reise. Vom Hamburger Hauptbahnhof geht es zunächst per Zug Richtung Osten. Eine direkte Bahnverbindung nach Riga gibt es nicht, deshalb ist der schnellste umweltfreundliche Weg eine Kombination aus Zug bis Berlin und weiter mit dem Fernbus ins Baltikum.
Stilvolles Hotel in einem Jugendstilgebäude mitten in der Rigaer Altstadt, wenige Schritte vom Dom entfernt. Ideale Basis, um die Stadt in den nächsten Tagen zu Fuß zu erkunden. Die Lage ist ruhig und trotzdem zentral.
Vorab buchen ist hier oft günstiger
Hansestadt und Geschichte
Alles fußläufig in der Altstadt, entspanntes Tempo.
Übernachtung erneut im Neiburgs Hotel.
Das prachtvoll wiederaufgebaute Gildehaus mit seiner reich verzierten Fassade am Rathausplatz gehört zu den berühmtesten Gebäuden Rigas. Im Inneren erwarten euch historische Säle und eine Ausstellung zur Geschichte der Bruderschaft der Schwarzhäupter. Ein guter Startpunkt für den ersten Altstadtbummel.
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Der backsteinerne Dom aus dem 13. Jahrhundert prägt das Herz der Altstadt und beherbergt eine berühmte Orgel. Rund um den Domplatz laden Cafés zum Verweilen ein. Der Kreuzgang und das angeschlossene Museum erzählen von der langen Geschichte Rigas.
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Ein Spaziergang durch die kopfsteingepflasterten Gassen führt vorbei am Häuserensemble der Drei Brüder, dem Katzenhaus mit seinen berühmten Kupferkatzen und dem Pulverturm. Die kompakte Altstadt lässt sich gut zu Fuß erkunden. Unterwegs gibt es viele Möglichkeiten für eine Kaffeepause.
Art Nouveau und Alltag
Dritte und letzte Nacht in Riga, damit ihr die Stadt in Ruhe erkunden könnt.
Rund um die Alberta iela und die Elizabetes iela reihen sich die spektakulärsten Jugendstilfassaden Europas aneinander, viele davon von Michail Eisenstein entworfen. Löwen, Masken und geschwungene Ornamente schmücken die Häuserzeilen. Im Jugendstilmuseum in der Alberta iela 12 seht ihr eine original eingerichtete Wohnung der Zeit.
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Der Rigaer Zentralmarkt gehört zu den größten Märkten Europas und ist in fünf ehemaligen Zeppelinhangars untergebracht. Hier gibt es Fisch, Käse, Beeren, geräuchertes Fleisch und lettische Spezialitäten zum Probieren. Ein lebendiger Ort, um den Alltag der Stadt kennenzulernen und günstig zu essen.
Das eindrucksvolle Museum dokumentiert die Zeit der sowjetischen und nationalsozialistischen Besatzung Lettlands im 20. Jahrhundert. Es hilft, die jüngere Geschichte des Baltikums und den langen Weg zur Unabhängigkeit zu verstehen. Der Eintritt ist frei, eine Spende wird erbeten.
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Ins Gauja-Tal
Vormittags Anreise, nachmittags erste Burg und Höhle.
Zwei Nächte in Sigulda, damit der Wandertag im Gauja-Tal entspannt bleibt.
Vom Zentralbahnhof fahren regelmäßig Regionalzüge ins Gauja-Tal nach Sigulda. Die Fahrt dauert gut eine Stunde und führt durch bewaldete Landschaft. Der Bahnhof ist zu Fuß von der Altstadt erreichbar.
Die rot leuchtende Backsteinburg aus dem 13. Jahrhundert thront über dem Gauja-Tal und ist das Wahrzeichen der Region. Vom Turm habt ihr einen weiten Blick über die Wälder und den Fluss. Das umgebende Museumsreservat mit Skulpturenpark und der Kirche lädt zu einem längeren Rundgang ein.
Die Gutmannshöhle ist die größte und älteste Grotte des Baltikums, in deren Sandsteinwände seit Jahrhunderten Inschriften geritzt wurden. Eine Quelle entspringt am Fuß der Höhle, um die sich die Sage von Maija, der Rose von Turaida, rankt. Sie liegt auf dem Weg zwischen Turaida und Sigulda und ist frei zugänglich.
Gemütliches Hotel im Zentrum von Sigulda, nur wenige Gehminuten vom Bahnhof und der Bushaltestelle entfernt. Guter Ausgangspunkt für die Wanderungen im Gauja-Nationalpark. Vom Haus aus erreicht ihr Restaurants und die Seilbahn ins Tal zu Fuß.
Vorab buchen ist hier oft günstiger
Natur und alte Burgen
Ganzer Tag zum Wandern, keine Ortswechsel.
Festes Schuhwerk und Wasser mitnehmen, unterwegs gibt es wenig Verpflegung.
Die Ruine der Livländischen Ordensburg aus dem 13. Jahrhundert liegt direkt neben dem neugotischen Neuen Schloss und bietet einen Aussichtsturm über das Tal. Von hier startet ein schöner Wanderweg hinab zur Gauja. Der Schlosspark ist frei zugänglich und lädt zum Bummeln ein.
Die markierten Pfade verbinden Sigulda, Krimulda und Turaida über bewaldete Hänge, Sandsteinfelsen und aussichtsreiche Plattformen. Ihr könnt Seilbahn und Wanderwege kombinieren und dabei kleine Höhlen und Quellen entdecken. Der Nationalpark ist der größte Lettlands und besonders im Frühsommer sehr grün.
Mittelalterliche Kleinstadt
Tagesausflug ab Sigulda, abends zurück ins Hotel Sigulda.
Zugverbindungen prüfen; die Rückfahrt am frühen Abend einplanen.
Die mächtige Ruine der mittelalterlichen Ordensburg von Cēsis lässt sich mit einer Laterne durch die dunklen Türme erkunden, was den Besuch besonders atmosphärisch macht. Nebenan liegt das Neue Schloss mit Geschichtsausstellung und ein weitläufiger Park. Cēsis gilt als eine der schönsten und ältesten Städte Lettlands.
Die kleine Altstadt mit ihren Holzhäusern, der St.-Johannis-Kirche und dem gemütlichen Rosengarten lädt zu einem entspannten Spaziergang ein. In den Cafés bekommt ihr Kaffee und lettisches Gebäck. Der Blick vom Kirchturm reicht weit über die Region.
Grenzüberschreitung ins Baltikum-Nord
Bewusster Zwischenstopp in Pärnu, damit die Etappe nach Estland nicht zu lang wird.
Fernbustickets sind früh gebucht günstiger und die Grenze wird ohne Kontrolle passiert (Schengen).
Vom zentralen Busbahnhof Sigulda fahren Fernbusse Richtung Estland. Die Verbindung nach Tallinn führt meist über Riga oder Valmiera. Rechnet mit einer entspannten Fahrt durch flaches, waldreiches Land.
Der estnische Badeort Pärnu bietet einen langen Sandstrand, eine ruhige Innenstadt mit Jugendstil- und Kurbauten und viel Grün. Als Zwischenstopp auf dem Weg nach Tallinn lockert er die Busreise auf. Ein Spaziergang an der Strandpromenade oder durch den Kurpark tut nach der Fahrt gut.
Traditionsreiches Hotel mitten in der Fußgängerzone von Pärnu, fußläufig zu Strand, Kurpark und Bushaltestelle. Guter Ort, um die Busreise zu unterbrechen und einmal am Meer auszuspannen. Am Morgen bringt euch der Bus weiter nach Tallinn.
Vorab buchen ist hier oft günstiger
Ins Herz Estlands
Vormittags Busfahrt, nachmittags erster Altstadtbummel.
Vier Nächte in Tallinn zum entspannten Ausklang der Reise.
Lange Etappe — plant Pausen ein.
Der zentrale Busbahnhof von Tallinn ist per Tram gut mit der Altstadt verbunden. Von hier startet ihr in die letzten Tage eurer Reise. Ein Ticket für den Nahverkehr bekommt ihr am Automaten.
Der mittelalterliche Rathausplatz mit dem gotischen Rathaus bildet das lebendige Zentrum der Tallinner Altstadt. Enge Gassen, Gildehäuser und Kirchtürme prägen das UNESCO-Welterbe. Ein erster Bummel gibt euch ein Gefühl für die außergewöhnlich gut erhaltene Hansestadt.
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Elegantes Hotel in einem historischen Gebäude mitten in der Tallinner Altstadt, nur wenige Schritte vom Rathausplatz entfernt. Von hier erreicht ihr alle Sehenswürdigkeiten der Oberstadt und Unterstadt zu Fuß. Ruhige Innenhoflage trotz zentraler Adresse.
Vorab buchen ist hier oft günstiger
Geschichte über den Dächern
Ganz zu Fuß in der Ober- und Unterstadt, kein Nahverkehr nötig.
Übernachtung erneut im Hotel Telegraaf.
Auf dem Kalksteinhügel Toompea erhebt sich die Oberstadt mit dem Schloss, dem Parlament und der prächtigen Alexander-Newski-Kathedrale. Von den Aussichtsplattformen Kohtuotsa und Patkuli habt ihr den schönsten Blick über die roten Dächer der Altstadt bis zum Meer. Hier begann die Geschichte Tallinns.
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Die lutherische Domkirche ist die älteste Kirche Tallinns und birgt zahlreiche Adelsgräber und Wappen. Der Aufstieg auf den Turm belohnt mit einem weiten Rundblick. Rundherum liegen die stillsten Gassen der Oberstadt.
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Große Teile der mittelalterlichen Stadtmauer mit ihren wehrhaften Türmen sind erhalten und begehbar. Vom Wehrgang schaut ihr über die Unterstadt und die roten Ziegeldächer. Der Abschnitt an der Nunne- und Sauna-Bastei gehört zu den fotogensten der Stadt.
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Park, Kunst und Meeresgeschichte
Park am Vormittag, Museum am Nachmittag mit kurzer Nahverkehrsfahrt dazwischen.
Für das Seaplane Harbour Museum reichen zwei bis drei Stunden.
Der weitläufige Barockpark ließ Zar Peter der Große im 18. Jahrhundert anlegen, im Mittelpunkt steht das rosafarbene Kadriorg-Schloss mit seiner Kunstsammlung. Blumengärten, Teiche und schattige Alleen laden zum Spazieren ein. Am Rand des Parks liegt auch das moderne Kunstmuseum Kumu.
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Das Lennusadam-Museum in einem beeindruckenden Wasserflugzeughangar aus Beton zeigt ein U-Boot zum Begehen, historische Boote und Flugzeuge sowie viele interaktive Stationen. Draußen liegen echte Schiffe am Kai, die man besichtigen kann. Eines der modernsten und lebendigsten Museen des Baltikums.
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Unterstadt, Cafés und Ausklang
Entspannter letzter voller Tag ohne Pflichtprogramm.
Letzte Nacht im Hotel Telegraaf.
Die stimmungsvolle Katariinen-Gasse mit ihren Handwerksläden und die umliegenden Höfe zeigen das mittelalterliche Tallinn abseits der Hauptrouten. Hier arbeiten Kunsthandwerker in offenen Werkstätten. Ein guter Ort, um kleine Mitbringsel zu finden.
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Die gotische Heiliggeistkirche besitzt die älteste öffentliche Uhr Tallinns an ihrer Fassade und ein kunstvoll geschnitztes Altarwerk im Inneren. Sie ist eine der ältesten Kirchen der Unterstadt und war Ort der ersten estnischsprachigen Predigten. Ein ruhiger Rückzugsort mitten im Trubel.
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Das kreative Viertel Telliskivi in einem ehemaligen Fabrikgelände ist heute voller Cafés, Galerien, Streetart und Läden. Hier zeigt sich das moderne, junge Estland als Kontrast zur mittelalterlichen Altstadt. Der nahe Balti-Jaam-Markt ist gut für einen späten Imbiss.
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Abschied vom Baltikum
Offener Reiseabschluss in Tallinn: Weiterreise per Fähre nach Helsinki oder Fernbus möglich.
Da keine Rückkehr zum Start nötig ist, endet die Reise hier flexibel.
Die beiden runden Türme des Viru-Tors bilden den bekanntesten Eingang zur Altstadt und den perfekten Abschlussort für die Reise. Davor liegt ein kleiner Blumenmarkt, dahinter beginnt die Fußgängerzone. Von hier aus erreicht ihr Bahnhof, Fährhafen und Flughafen für die Weiterreise.
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Vom modernen Fährhafen starten die Verbindungen nach Helsinki, von wo aus sich die klimafreundliche Rückreise per Fähre und Zug fortsetzen lässt. Alternativ könnt ihr ab Tallinn per Fernbus Richtung Riga und weiter fahren. Ein guter Endpunkt der Reise mit offener Weiterverbindung.
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