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Anreise und erster Blick auf die Schlösser
Die Anfahrt liegt knapp über eurem üblichen Tagespensum, ist aber eine einmalige Anreiseetappe mit Pausen gut machbar.
Der Nachmittag am Alpsee ist bewusst locker gehalten, damit ihr entspannt ankommt.
Hier startet eure Reise. Von Nürnberg geht es über die A7 Richtung Süden ins Allgäu.
Der glasklare Alpsee liegt direkt unterhalb der beiden Königsschlösser und lädt zum Ankommen ein. Ein flacher Uferrundweg von rund einer Stunde führt euch am Wasser entlang, an heißen Tagen kann man an ausgewiesenen Stellen baden. Ein ruhiger Einstieg vor den Menschenmassen der nächsten Tage.
Ruhig gelegene Ferienwohnung in Schwangau, wenige Minuten von den Königsschlössern entfernt und ein guter Ausgangspunkt für die ersten drei Nächte. Von hier erreicht ihr Neuschwanstein, Hohenschwangau und die Wieskirche ohne lange Fahrten.
Vorab buchen ist hier oft günstiger
Neuschwanstein und Hohenschwangau
Legt die beiden Schlossführungen zeitlich so, dass zwischen den Zeitfenstern genug Puffer für den Fußweg bleibt.
Zwischen den Führungen bietet sich eine Mittagspause am Alpsee an.
Das gelb getünchte Schloss Hohenschwangau war die Kindheits- und Sommerresidenz König Ludwigs II. und wirkt heimeliger als das berühmtere Neuschwanstein gegenüber. Die Führung zeigt originale Einrichtung und erzählt von der Familie Wittelsbach. Tickets gibt es nur über das Ticketcenter im Ort, kauft sie vorab online.
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Ludwigs Märchenschloss über der Pöllatschlucht ist das meistfotografierte Bauwerk Deutschlands und lohnt trotz des Andrangs. Der Aufstieg zu Fuß dauert etwa 30 bis 40 Minuten, alternativ fahren Kutsche oder Bus. Für den klassischen Blick lohnt der kurze Abstecher zur Marienbrücke, sofern geöffnet.
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Barock und Bergwasser
Fahrt morgens zur Wieskirche, solange es dort noch ruhig ist.
Der Nachmittag bleibt bewusst kurz für einen entspannten Abend vor dem Basiswechsel.
Die Wallfahrtskirche zum Gegeißelten Heiland auf der Wies ist ein UNESCO-Welterbe und gilt als Höhepunkt des bayerischen Rokoko. Von außen schlicht, im Inneren ein Fest aus Farbe, Stuck und Deckenfresken. Der Besuch ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten.
Direkt unterhalb von Neuschwanstein führt ein spektakulärer Steg durch die enge Pöllatschlucht mit tosendem Wasser und Wasserfall. Der Weg ist gut gesichert, aber je nach Saison und Wetter zeitweise gesperrt, prüft das vorab. Ein lohnender kurzer Naturweg abseits der Schlossmassen.
Schloss Linderhof und Umzug
Startet früh in Schwangau, damit Linderhof am Vormittag und die längere Nachmittagsfahrt gut in den Tag passen.
Die Fahrt nach Oberstdorf ist die zweitlängste der Reise, aber mit einer Pause entspannt zu schaffen.
Linderhof ist das kleinste, aber am prunkvollsten ausgestattete Schloss Ludwigs II. und das einzige, das er vollendet erlebte. Der weitläufige Park mit Wasserspielen, Venusgrotte und maurischem Kiosk ist fast so sehenswert wie das Schloss selbst. Plant Zeit für einen Spaziergang durch die Gartenanlagen ein.
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Zentral gelegene Ferienwohnung in Oberstdorf als Basis für die nächsten drei Nächte. Von hier erreicht ihr Nebelhorn, Breitachklamm und die Wasserfälle mit kurzen Fahrten.
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Gipfelblick und Wanderung
Fahrt früh hoch, bevor sich am Nachmittag oft Wolken bilden.
Ein reiner Wander- und Bergtag ohne lange Autofahrten, ganz im ausgewogenen Tempo.
Die Nebelhornbahn bringt euch bequem auf über 2000 Meter, wo sich bei klarem Wetter ein weites Alpenpanorama mit angeblich mehr als 400 Gipfeln öffnet. Von der Bergstation führen leichtere und anspruchsvollere Wege, etwa der Aussichtsweg zum Gipfel oder Abstiege über das Koblat. Wählt eine Route passend zu Wetter und Kondition und nehmt feste Schuhe mit.
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Wasser, Klamm und Kaskaden
Die Scheidegger Wasserfälle liegen etwas weiter westlich und wären an diesem Tag ein zu großer Umweg; die Buchenegger Wasserfälle passen deutlich besser zur Klamm.
Wer lieber weniger fährt, streicht die Buchenegger Wasserfälle und verbringt den Nachmittag am Oberstdorfer Freibergsee.
Die Breitachklamm gilt als tiefste Felsenschlucht Mitteleuropas und führt euch auf gesicherten Wegen zwischen turmhohen Felswänden am tosenden Wasser entlang. Der Weg ist teils feucht und rutschig, feste Schuhe und eine leichte Jacke sind sinnvoll. Ein eindrucksvolles Naturerlebnis, das sich gut mit einem der nahen Wasserfälle verbinden lässt.
Die Buchenegger Wasserfälle bei Steibis stürzen in zwei Stufen in einen türkisgrünen Gumpen, im Sommer ein beliebter Ort zum Abkühlen. Der Zugang führt über einen etwas steilen Waldweg, der Trittsicherheit verlangt. Ein stiller, naturbelassener Kontrast zu den frequentierten Sehenswürdigkeiten.
Letzter Wasserfall und Heimfahrt
Der Scheidegg-Stopp liegt praktischerweise auf dem Weg Richtung Norden und rundet die Wasserfall-Wünsche ab.
Die Heimfahrt ist die längste Etappe des Tages; plant eine Rast auf halber Strecke ein, etwa bei Memmingen.
Lange Etappe — plant Pausen ein.
Die Scheidegger Wasserfälle stürzen über zwei Stufen durch einen bewaldeten Naturpark und lassen sich über einen gut angelegten Rundweg mit Aussichtsplattformen erwandern. Ein kurzer, lohnender Stopp im Westallgäu, um die Reise am Wasser ausklingen zu lassen. Danach geht es zurück Richtung Nürnberg.
Rückkehr nach Nürnberg und Ende eurer Allgäu-Rundreise.
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